Gestalttherapie, EMDR

Aufgrund der Zeiten, wie sie sind, beschäftige ich mich gerade noch mehr mit dem Thema Sicherheit. In meiner Praxis stelle ich immer wieder fest, was es mit Ratsuchenden macht, in deren Leben Sicherheit nicht ausreichend zur Verfügung stand. Natürlich besonders, wenn es sich um Trauma handelt oder Unsicherheit im Leben früh erfahren wurde.
Erlebst du die Welt auch manchmal als unsicheren Ort?
Auf die eine oder andere Art hat die Pandemie dazu beigetragen und das Allgemeingeschehen in der Welt. Dinge können (wieder) an die Oberfläche kommen, manchmal auch wenn wir gedacht haben, dass wir damit schon fertig sind. Wir suchen alle nach Sicherheit, ich kenne das auch sehr gut. So neigen manche dazu möglichst viel zu kontrollieren. Für den einen wichtiger, für den anderen weniger.
Wissen tun wir ja alle, dass menschliches Leben nicht andauernd bestimmbar ist und es fraglich ist, ob es Sicherheit überhaupt gibt. Wie wäre es mal darüber nachzudenken oder zu meditieren, dass wir eigentlich nicht wissen was morgen ist, ja sogar im nächsten Moment. Wie wäre es zuzugeben, dass das Leben nicht kontrollierbar ist. Ja, auch, dass wir nicht in allen Bereichen wissen, wie es weiter geht mit der Welt.
Ist es schwer aushaltbar oder gibt es in dir einen Ort der Gewissheit, der Sicherheit, vielleicht der Verbundenheit? Macht der Gedanke dein jetziges Leben vielleicht noch lebens-werter? Bringt es dich ins Tun?

Nicht zu wissen ist nie angenehm, aber vielleicht hast du genügend Ressourcen in dir, vielleicht gibt es da eine Stärke, eine Aufrichtung. Dann verbinde dich damit in Zeiten, wo Stabilität und Sicherheit zu weit weg scheinen. Mir hilft es z.B. still zu werden und mir meine Angst anzuschauen. Vielleicht sollten wir das mehr tun, statt zu behaupten, wir hätten alles unter Kontrolle, was meinst du? Mir hilft auch das Hier und Jetzt, mir hilft meinen Atem und meinen Körper zu spüren, Verbundenheit, Natur, Kontakt und vieles mehr. Was hilft dir?

Antworten können nicht immer gefunden werden, aber es bleibt wichtig die richtigen Fragen zu stellen.
Die wichtigste Ressource meiner Erfahrung nach, ist zu wissen, dass du nicht allein bist. Viele Menschen erleben Unsicherheit, in Zeiten wie diesen noch mehr.
Sprich mit einem Freund/Freundin darüber und hol dir Hilfe, wenn es die braucht. Auch Therapie oder Beratung kann helfen, ganz gezielt deine Ressourcen herauszubilden und dir zur Verfügung zu stellen und neue zu erlernen.
Das Wort allein bedeutet übrigens ‚eins mit allem‘, all- ein.

Tara ist bei mir seit sie 11 Wochen alt ist, seit Januar 2018. Seitdem kennt sie es beim Yoga oder der Therapie dabei zu sein. Ob Sie das möchten, entscheiden natürlich Sie. Das Zertifikat zur Eignung hat sie. Sie ist ein Australian Shepherd/Collie Mix.

Warum ein Hund bei der Therapie?

  • Hunde leisten uns Gesellschaft.
  • Sie lindern Stress.
  • Sie beschützen uns, vermitteln Sicherheit.
  • Wir erleben mehr soziale Interaktion.
  • Allein die bloße Anwesenheit oder die Berührung eines Tieres kann bereits helfen, sich zu beruhigen.
  • Es ist mittlerweile belegt, dass die reine Anwesenheit von Tieren und vor allem das Streicheln sehr helfen, den Blutdruck und die Herzfrequenz der Menschen zu senken.
  • Tara ist sehr sensibel und nimmt Stimmungen fein wahr. Sie ist ein wunderbarer Spiegel und tröstet.
  • Ihre Zuneigung ist bedingungslos.  …o.k. ein Leckerli beeinflusst auch sie ?

Was Sie noch wissen müssen

Rassetypisch ist Tara auch Wachhund. D.h. sie bellt, wenn es an der Tür klingelt. Das ist laut. Bitte erschrecken Sie nicht. Sie ist auf ihrem Platz und darf erst zu Ihnen, wenn ich es ausdrücklich erlaube. Das passiert nicht bei unserem ersten Kontakt und erst wenn ich es mit Ihnen besprochen habe und Sie es wünschen. Nichts passiert ohne Ihre Zustimmung. Die oberste Priorität ist: Sie sollen sich sicher aufgehoben und wohl fühlen hier in der Praxis mit mir.

Der Begriff „Gestalt“ stammt aus der Gestaltpsychologie.

Von einer ‚Gestalt‘ sagt man, sie sollte geschlossen sein. Offenen ‚Gestalten‘ hinterlassen mich in einem Sehnen, Drängen, Unbehagen, Leid….. sie wollen geschlossen werden.

Was ist damit gemeint?

‚Gestalt‘ meint die Vollständigkeit/ das ganzheitliche Lebensprinzip oder Grundprinzip des menschlichen Daseins. Wir, als lebender Organismus, streben dahin, Vollständigkeit zu erleben. Wenn wir Musik hören, hören wir nicht die einzelnen Töne, sondern immer die Melodie.

Um Vollständigkeit zu erleben, möchten wir unsere Bedürfnisse, die im Vordergrund stehen, erfüllen.

Dazu braucht es ‚Awareness‘, die Fähigkeit uns und unsere Bedürfnisse wahrzunehmen, zu fühlen. Dann können Bedürfnisse leicht gestillt, erfüllt werden.

Ich arbeite mit meinen Klienten im Kontakt, an den Phänomenen entlang, fühlend und erfassend. Heilung braucht Beziehung und ist in Einsamkeit nur begrenzt möglich. Sie als Klient lernen nicht von dem was ich oder andere sagen oder deuten, sondern von dem was zwischen Ihnen und mir oder Ihrem Gegenüber und der Umwelt passiert.

Wachstum bedeutet, mich ständig zu aktualisieren im Anschauen, Auseinandersetzen, Integrieren….bedeutet ‚ins Leben zu greifen‘. Mit vollen Händen.

EMDR steht für Eye Movement Desensitization and Reprocessing, welches auf Deutsch Desensibilisierung und Verarbeitung mit Hilfe von Augenbewegung bedeutet.

EMDR ist eine wissenschaftlich begründete Psychotherapiemethode und ist in den 80er Jahren von Dr. Francine Shapiro entwickelt worden. Entwickelt wurde diese Psychotherapiemethode zur Behandlung von Traumafolgestörungen. Weit darüber hinaus können mit EMDR andere belastende Erfahrungen oder Kognitionen aufgearbeitet werden, körperliche Beschwerden behandelt werden, bis hin zur Anwendung durch Coaching im Hochleistungsbereich.

Durch von mir geführte Augenbewegungen (wie in der REM Phase im Schlaf) können belastende Situationen aufgearbeitet werden. Sie als Klient/in folgen mit Ihren Augen, den mit meinen Fingern geführten Bewegungen. Alternativ ist ein ‚Tappen‘ der Knie durch mich oder Sie selbst unter Anleitung möglich.

Diese bilaterale Stimulation ermöglicht Nachverarbeitung belastender Erinnerungen durch die Aktivierung der Selbstheilungskräfte des Gehirns.

Durch eine ausführliche Anamnese und das Erkennen der belastenden Symptome nähern wir uns achtsam der Thematik. Sie werden in Ihrem Tempo und im sicheren Raum durch den Prozess geführt, mit Hilfe mehrfacher kurzer Sequenzen der Augenbewegung. Eine Distanzierung zum Thema ermöglicht eine Entkopplung der belastenden Emotionen.
So kann Vergangenes losgelassen werden und neue gesunde Impulse können entstehen.